Rennradfahren reduziert den Sport auf seine reinste Form: du, das Rad und ein offenes Band aus Asphalt. Ob du allein im Morgengrauen oder am Wochenende in einer schnellen Gruppe fährst, einige Grundsätze halten dich sicher und schnell.
Tempo- und Belastungssteuerung
Der häufigste Anfängerfehler ist ein zu harter Start. Herzfrequenzspitzen in den ersten 10 Minuten führen oft zu früher Ermüdung. Beginne stattdessen im Gesprächstempo und lass den Körper 10 bis 15 Minuten aufwärmen, bevor du die Intensität steigerst.
Nutze das Belastungsempfinden oder einen Pulsmesser, um bei den meisten Genussfahrten in Zone 2 zu bleiben. Hebe dir harte Einheiten für strukturierte Intervalle oder den letzten Abschnitt nach Hause auf.
In der Gruppe fahren
Gruppenfahren ist eine der großen Freuden des Rennradsports, verlangt aber Vertrauen und Berechenbarkeit. Halte deine Linie, vermeide plötzliches Bremsen und kommuniziere Hindernisse mit Handzeichen oder Zurufen.
- Fahre höchstens zu zweit nebeneinander und reihe dich auf schmalen Straßen hintereinander ein.
- Zeige Schlaglöcher, Kiesstellen und geparkte Autos für die Hintermänner an.
- Beim Ablösen an der Spitze driftest du zur Seite und trittst locker weiter, nicht bremsen.
- Bedanke dich bei Autofahrern, die dir Platz lassen.
Kurven und Abfahrten
Sauberes Kurvenfahren unterscheidet sichere von nervösen Radfahrern. Fahre die Kurve weit an, blicke zum Ausgang und lege das Rad in die Kurve, statt den Lenker einzuschlagen. Halte das äußere Pedal unten und das innere Knie zum Scheitelpunkt.
In Abfahrten verlagere das Gewicht leicht nach hinten, greife für mehr Hebel in den Lenkerunterbügel und tippe die Bremsen vor Kurven an, nicht mitten in der Kurve.
Distanz aufbauen
Steigere das Wochenvolumen um höchstens 10 Prozent. Ein Einsteiger, der mit 30 km zurechtkommt, sollte innerhalb eines Monats 50 km und in zwei bis drei Monaten 80 km anpeilen. Lass auf die längste Ausfahrt der Woche einen Ruhetag folgen.
Siehe auch
GruppenausfahrtenTritt der Radgemeinschaft über organisierte Gruppenausfahrten bei. Etikette, Vorbereitung, lokale Gruppen finden und das Beste aus dem geselligen Fahren herausholen.
